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MFA gesucht: Warum eine Stellenanzeige allein kein Recruiting-Konzept ist

MFA gesucht: Warum eine Stellenanzeige allein kein Recruiting-Konzept ist

„Wir suchen eine MFA.“

Dieser Satz steht auf Jobportalen, Websites, Social-Media-Beiträgen und manchmal noch auf einem DIN-A4-Blatt an der Praxistür.

Das Problem:

Er beantwortet nicht die Frage, warum sich jemand genau bei dieser Praxis bewerben sollte.

Wer medizinische Fachangestellte, ZFA oder andere qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen möchte, braucht mehr als eine Stellenanzeige.

Eine Arztpraxis muss heute auch als Arbeitgeber verständlich werden.

Bewerber prüfen die Praxis, bevor sie sich bewerben

Eine Bewerbung beginnt heute oft lange vor dem Absenden eines Lebenslaufs.

Interessenten sehen sich die Website an.

Sie suchen nach Teamfotos.

Sie prüfen den Standort.

Sie sehen sich Social-Media-Kanäle an.

Sie achten darauf, wie die Praxis kommuniziert.

Sie versuchen herauszufinden, wie dort gearbeitet wird.

Eine Stellenanzeige, die von einem „tollen Team“ und „abwechslungsreichen Aufgaben“ spricht, reicht dafür nicht.

Das schreiben fast alle.

Eine Arbeitgeberpositionierung muss konkreter werden.

Was macht die Praxis als Arbeitgeber wirklich aus?

Vor jeder Recruiting-Kampagne stellen wir eine einfache Frage:

Warum bleiben gute Mitarbeiter in dieser Praxis?

Die Antworten liegen häufig in sehr konkreten Dingen:

planbare Arbeitszeiten, verlässliche Dienstpläne, moderne Technik, gute Organisation, fachliche Weiterbildung, respektvoller Umgang, klare Zuständigkeiten, Teilzeitmodelle oder eine bestimmte medizinische Spezialisierung.

Nicht jeder dieser Punkte ist für jede Praxis ein Vorteil.

Deshalb sollte eine Arbeitgeberpositionierung nicht erfunden werden.

Sie muss aus der Realität entstehen.

Recruiting beginnt auf der eigenen Website

Viele Praxen investieren Geld in Stellenanzeigen und führen Bewerber anschließend auf eine Website, auf der nichts über das Arbeiten in der Praxis steht.

Das ist ein Bruch.

Eine gute Karriere- oder Stellen-Landingpage sollte mindestens beantworten:

Wer sind wir?

Was macht die Praxis fachlich?

Wie groß ist das Team?

Wie wird gearbeitet?

Welche Aufgabe ist zu besetzen?

Was erwartet die neue Mitarbeiterin oder den neuen Mitarbeiter?

Wie läuft die Bewerbung ab?

Wer ist der Ansprechpartner?

Eine eigene Jobseite bietet außerdem die Möglichkeit, Stellen technisch sauber auszuzeichnen. Google dokumentiert für Jobseiten ein eigenes JobPosting-Markup, durch das entsprechende Stellenangebote für besondere Darstellungen in der Google-Jobsuche infrage kommen können.

Zeigt das echte Team

Für Recruiting ist Authentizität wichtiger als Hochglanz ohne Inhalt.

Potenzielle Bewerber möchten sehen, mit wem sie arbeiten werden.

Gute Motive sind beispielsweise:

das gesamte Team, echte Arbeitssituationen, Empfang, Behandlungsräume, Pausensituationen und kurze Statements von Mitarbeitern.

Dabei sollte nichts inszeniert werden, was nicht zur Praxis passt.

Eine kleine, persönliche Praxis darf klein und persönlich aussehen.

Ein großes MVZ darf Organisation und professionelle Strukturen zeigen.

Glaubwürdigkeit entsteht aus Übereinstimmung.

Social Recruiting ist kein einzelner Instagram-Post

Ein organischer Beitrag kann sinnvoll sein.

Eine Recruiting-Kampagne braucht jedoch meist mehr Struktur.

Ein möglicher Ablauf:

Phase 1: Aufmerksamkeit

Kurze Videos, Bilder oder klare Botschaften sprechen Menschen in einer definierten Region an.

Phase 2: Interesse

Die Anzeige führt auf eine eigene Landingpage.

Dort wird die Stelle konkret erklärt.

Phase 3: einfache Kontaktaufnahme

Der Erstkontakt sollte zur Zielgruppe passen.

Nicht jede Kandidatin möchte beim ersten Kontakt einen kompletten Lebenslauf, Zeugnisse und ein Motivationsschreiben hochladen.

Eine niedrige Einstiegshürde kann den ersten Austausch erleichtern.

Phase 4: Nachbearbeitung

Interessante Kontakte sollten schnell und persönlich beantwortet werden.

Marketing kann Aufmerksamkeit erzeugen.

Die Erfahrung im Bewerbungsprozess muss die Praxis selbst einlösen.

Welche Inhalte funktionieren im Praxis-Recruiting?

Es gibt keine universelle Vorlage.

Aus unserer Arbeit mit Recruiting-Kampagnen halten wir folgende Inhalte für sinnvoll:

Ein Arbeitstag in der Praxis.

Vorstellung des Teams.

Warum Mitarbeiter geblieben sind.

Welche Technik genutzt wird.

Wie die Einarbeitung abläuft.

Welche Aufgaben wirklich anfallen.

Wie Arbeitszeiten organisiert werden.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten bestehen.

Das sind reale Informationen.

Und reale Informationen sind meistens stärker als große Versprechen.

Employer Branding ist mehr als Recruiting

Eine Arbeitgebermarke hilft nicht nur bei der Suche nach neuen Mitarbeitern.

Sie schafft auch intern Klarheit.

Wie möchten wir zusammenarbeiten?

Wie führen wir?

Wie kommunizieren wir?

Was erwarten wir voneinander?

Welche Entwicklung ermöglichen wir?

Eine Recruiting-Kampagne kann deshalb ein guter Anlass sein, die eigene Arbeitgeberpositionierung grundsätzlich zu überprüfen.

Werbung für Ärzte braucht Augenmaß

Auch die Außendarstellung einer Arztpraxis bewegt sich in einem besonderen berufsrechtlichen Umfeld.

Sachliche berufsbezogene Information ist grundsätzlich möglich. Anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung ist nach der Muster-Berufsordnung problematisch; im Einzelfall ist die jeweilige Berufsordnung der zuständigen Ärztekammer zu beachten.

Das betrifft vor allem die medizinische Außendarstellung.

Eine professionelle Agentur für Arztpraxen sollte diese Rahmenbedingungen kennen und Kommunikation entsprechend sachlich aufbauen.

RENOARDE verbindet Recruiting und Marke

RENOARDE betrachtet Recruiting nicht isoliert.

Wir verbinden:

Arbeitgeberpositionierung, Kampagnenidee, Fotografie, Video, Social Media, Landingpage, Website, Online-Marketing, Print und Markenauftritt.

Als familiengeführte Full-Service-Werbeagentur aus Regensburg entwickeln wir seit 2001 Kommunikation für Unternehmen aus Medizin, Medizintechnik, Industrie, Technik und Mittelstand. Der Bereich Praxismarketing wird bei RENOARDE bewusst mit Website, digitaler Sichtbarkeit, Content und Recruiting verbunden.

Eine Stellenanzeige sagt:

Wir suchen jemanden.

Eine gute Recruiting-Kampagne beantwortet:

Warum könnte genau diese Praxis der richtige nächste Arbeitsplatz sein?

Das ist der Unterschied.

FAQ: Recruiting für Arztpraxen

Wie findet eine Arztpraxis eine MFA?

Es gibt keinen einzelnen Kanal, der immer funktioniert. Sinnvoll ist meist eine Verbindung aus klarer Arbeitgeberpositionierung, eigener Job-Landingpage, passender regionaler Kampagne, echten Team-Inhalten und einem einfachen Bewerbungsprozess.

Funktioniert Social Media Recruiting für Arztpraxen?

Es kann funktionieren, wenn Zielgruppe, Region, Botschaft, Bildmaterial und Landingpage zusammenpassen. Ein einzelner unbezahlter Beitrag ist noch keine Recruiting-Strategie.

Braucht eine Praxis eine Karriereseite?

Bei regelmäßigem Personalbedarf ist eine eigene Karriere- oder Jobseite sinnvoll. Sie schafft Platz für Arbeitgeberinformationen, Teamvorstellung, Stellenangebote und Kontaktmöglichkeiten.

Sollte man Bewerbungen möglichst einfach machen?

Der Erstkontakt sollte möglichst klar und passend zur Zielgruppe gestaltet sein. Welche Unterlagen später benötigt werden, kann im weiteren Prozess geklärt werden.

Was übernimmt RENOARDE?

Je nach Projekt übernimmt RENOARDE Strategie, Kampagnenidee, Design, Text, Fotografie, Video, Social Media, Landingpage, Website und begleitende Kommunikationsmaßnahmen.


Über den Autor

Reinhold Bayer ist Geschäftsführer von RENOARDE – digital-design + marketing. Seit 2001 entwickelt die familiengeführte Full-Service-Werbeagentur aus Regensburg Markenstrategien, Kampagnen, Websites, Content und Recruiting-Kommunikation für Unternehmen aus Medizin, Medizintechnik, Industrie, Technik und Mittelstand.

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