RENOARDE Marketing-Glossar

Print & Produktion

Anschnitt

Auch: Beschnittzugabe, Bleed, Überfüller

Kurz erklärt

Der Anschnitt ist ein zusätzlicher Rand von meist 2 bis 3 Millimetern rund um ein Druckdokument. Hintergründe und randabfallende Bilder laufen in diesen Bereich hinein, damit nach dem Zuschneiden keine weißen Kanten entstehen.

Was bedeutet Anschnitt?

Druckbögen werden nach dem Druck maschinell auf das Endformat geschnitten. Dabei kann es zu minimalen Abweichungen kommen. Enden farbige Flächen genau an der Formatkante, bleiben bei leichtem Versatz feine weiße Streifen, sogenannte Blitzer. Deshalb legt man Druckdaten mit Anschnitt an: Das Dokument ist rundum etwas größer als das Endformat, und alle randabfallenden Elemente reichen bis in diese Zugabe. Wichtige Inhalte wie Texte und Logos halten dagegen einen Sicherheitsabstand zur Schnittkante.

Warum ist das im B2B wichtig?

Fehlender Anschnitt ist einer der häufigsten Gründe, warum Druckereien Daten zurückweisen oder Ergebnisse unsauber aussehen. Bei Katalogen, Messewänden oder Verpackungen kostet das Zeit und Geld. Wer die Vorgaben der Druckerei kennt, vermeidet Nachdrucke und Terminverzug.

Beispiel aus der Praxis

Ein DIN-A4-Flyer (210 × 297 mm) wird mit 3 mm Anschnitt als 216 × 303 mm großes PDF angelegt. Das Hintergrundfoto reicht bis an den äußeren Rand, der Text bleibt mindestens 5 mm innerhalb des Endformats.

Häufige Fragen zu Anschnitt

Wie viel Anschnitt braucht man?

Üblich sind 2 bis 3 mm pro Seite. Bei Broschüren mit Klebebindung, Großformaten oder Verpackungen kann die Druckerei mehr verlangen. Maßgeblich sind immer deren Datenblätter.

Was ist der Unterschied zwischen Anschnitt und Sicherheitsabstand?

Der Anschnitt liegt außerhalb des Endformats und wird abgeschnitten. Der Sicherheitsabstand liegt innerhalb und schützt Texte und Logos davor, zu nah an der Kante zu stehen.

Redaktion: RENOARDE, Agentur für Marke, Design und Sichtbarkeit in Regensburg · Aktualisiert am

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