WCAG
Auch: Web Content Accessibility Guidelines, WCAG 2.2, WCAG 2.1, Barrierefreiheitsrichtlinien
Kurz erklärt
Die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) sind die internationalen Richtlinien des W3C für barrierefreie Webinhalte. Die Konformitätsstufe AA gilt als maßgeblicher Standard, auch für die Anforderungen des BFSG.
Was bedeutet WCAG?
Die WCAG beruhen auf vier Prinzipien: Inhalte müssen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Jedes Prinzip ist in Richtlinien und prüfbare Erfolgskriterien unterteilt, etwa zu Textalternativen, Untertiteln, Farbkontrasten, Tastaturbedienbarkeit, Fokusreihenfolge, Formularbeschriftungen und Fehlermeldungen. Es gibt drei Stufen: A, AA und AAA. Die aktuelle Version WCAG 2.2 wurde 2023 veröffentlicht. Die europäische Norm EN 301 549, auf die sich das BFSG stützt, verweist derzeit auf WCAG 2.1 AA.
Warum ist das im B2B wichtig?
Die WCAG liefern eine klare, prüfbare Grundlage für barrierefreie Websites. Wer eine neue Website plant oder die bestehende überarbeitet, sollte die Kriterien von Anfang an berücksichtigen. Nachträgliche Anpassungen sind deutlich aufwendiger.
Beispiel aus der Praxis
Bei einem Website-Relaunch wird jede Vorlage gegen WCAG 2.1 AA geprüft: Kontraste werden angepasst, alle Funktionen sind per Tastatur erreichbar, Formulare erhalten Beschriftungen und Fehlerhinweise, Videos Untertitel.
Häufige Fragen zu WCAG
Welche WCAG-Stufe sollte eine Website erfüllen?
In der Regel Stufe AA. Sie ist Grundlage gesetzlicher Anforderungen und gilt als guter Standard. Stufe AAA ist für ganze Websites meist nicht vollständig erreichbar.
Wie prüft man eine Website auf WCAG-Konformität?
Mit automatischen Tests wie axe oder WAVE, ergänzt durch manuelle Prüfungen mit Tastatur und Screenreader. Automatische Tools erkennen nur einen Teil der Probleme.