RENOARDE Marketing-Glossar

Marke & Design

Weißraum

Auch: White Space, Negativraum, Freiraum, Leerraum

Kurz erklärt

Weißraum ist bewusst freigelassene Fläche in einer Gestaltung, zwischen Texten, Bildern und Elementen oder an den Rändern. Er gibt Inhalten Luft, schafft Hierarchie, verbessert die Lesbarkeit und wirkt hochwertig.

Was bedeutet Weißraum?

Weißraum muss nicht weiß sein, gemeint ist jede ungenutzte Fläche. Man unterscheidet Mikro-Weißraum, etwa Zeilen- und Buchstabenabstände, und Makro-Weißraum, also größere Abstände zwischen Abschnitten und Elementen. Weißraum gruppiert zusammengehörige Inhalte, trennt Unterschiedliches und lenkt den Blick auf das Wichtige. Viele Luxusmarken nutzen großzügigen Weißraum als Zeichen von Ruhe und Qualität. In überfüllten Layouts konkurriert dagegen alles um Aufmerksamkeit, und nichts wird wahrgenommen.

Warum ist das im B2B wichtig?

Technische Unternehmen möchten oft möglichst viele Informationen auf eine Seite bringen. Das Ergebnis wirkt gedrängt und wird weniger gelesen. Mehr Weißraum und eine klare Priorisierung führen dazu, dass die wichtigsten Botschaften tatsächlich ankommen.

Beispiel aus der Praxis

Eine Anzeige für ein Fachmagazin enthält ursprünglich zehn Produktvorteile, drei Bilder und ein Formular. Die überarbeitete Version zeigt ein Bild, einen Nutzen und einen Call to Action mit viel Freiraum. Die Anfragen über die Anzeige verdoppeln sich.

Häufige Fragen zu Weißraum

Ist Weißraum verschwendeter Platz?

Nein. Er ist ein aktives Gestaltungsmittel, das Lesbarkeit, Verständlichkeit und Wirkung verbessert.

Wie viel Weißraum braucht eine Website?

Genug, dass Abschnitte klar voneinander getrennt und Texte angenehm lesbar sind. Ein konsequentes Abstandssystem im Styleguide hilft dabei.

Redaktion: RENOARDE, Agentur für Marke, Design und Sichtbarkeit in Regensburg · Aktualisiert am

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