MQL
Auch: Marketing Qualified Lead, Marketing-qualifizierter Lead
Kurz erklärt
Ein MQL (Marketing Qualified Lead) ist ein Lead, der nach festgelegten Marketingkriterien vielversprechend ist, weil er zum Kundenprofil passt und Interesse gezeigt hat, aber noch nicht bereit für ein Vertriebsgespräch ist.
Was bedeutet MQL?
Die Einstufung als MQL erfolgt meist über Lead-Scoring. Ein Kontakt erreicht den MQL-Status, wenn Merkmale wie Branche und Position passen und Verhaltenssignale wie mehrere Downloads oder Webinar-Teilnahmen ein ernsthaftes Interesse zeigen. MQLs werden in der Regel weiter mit Inhalten begleitet und vom Vertrieb oder Innendienst geprüft. Bestätigt sich ein konkreter Bedarf, wird aus dem MQL ein Sales Qualified Lead (SQL). Die genauen Kriterien legen Marketing und Vertrieb gemeinsam fest.
Warum ist das im B2B wichtig?
Die Unterscheidung zwischen MQL und SQL verhindert, dass der Vertrieb mit zu frühen Kontakten überfordert wird, und dass Marketing Leads vorschnell als verloren betrachtet. Sie macht den Weg vom ersten Interesse zum Auftrag messbar.
Beispiel aus der Praxis
Eine Einkäuferin eines Automobilzulieferers lädt zwei Fachartikel herunter und besucht die Seite zu Serienfertigung. Sie wird als MQL eingestuft und erhält eine Einladung zum Werksrundgang. Nach der Zusage wird sie zum SQL.
Häufige Fragen zu MQL
Was ist der Unterschied zwischen MQL und SQL?
Ein MQL zeigt Interesse und passt ins Profil. Ein SQL wurde vom Vertrieb geprüft und hat einen konkreten Bedarf, der aktiv bearbeitet wird.
Wie viele MQLs sollten zu SQLs werden?
Das variiert stark nach Branche und Definition. Wichtiger als ein Richtwert ist, die Quote zu beobachten und die Kriterien gemeinsam zu verbessern.