Bounce-Rate
Auch: Absprungrate
Kurz erklärt
Die Bounce-Rate ist der Anteil der Besuche, die nach dem Aufruf nur einer Seite ohne weitere Interaktion enden. In Google Analytics 4 ist sie das Gegenstück zur Engagement-Rate.
Was bedeutet Bounce-Rate?
In älteren Analyseversionen galt jeder Besuch mit nur einem Seitenaufruf als Absprung, auch wenn der Nutzer minutenlang gelesen hatte. Google Analytics 4 definiert die Bounce-Rate anders: als Anteil der Sitzungen, die nicht interagiert waren. Eine Sitzung gilt als interagiert, wenn sie länger als 10 Sekunden dauert, ein Schlüsselereignis auslöst oder mindestens zwei Seitenaufrufe umfasst. Die Kennzahl ist deshalb aussagekräftiger als früher, muss aber immer im Zusammenhang mit dem Seitenziel gelesen werden.
Warum ist das im B2B wichtig?
Eine hohe Bounce-Rate auf einer Landingpage kann bedeuten, dass Anzeige und Seiteninhalt nicht zusammenpassen oder die Seite zu langsam lädt. Auf einer Kontaktseite oder einem Glossareintrag, der die Frage schnell beantwortet, ist sie dagegen kein Problem. Entscheidend ist der Vergleich zwischen ähnlichen Seiten.
Beispiel aus der Praxis
Die Kampagnenseite eines Softwareanbieters hat eine Bounce-Rate von 78 Prozent. Die Analyse zeigt: Die Anzeige verspricht eine kostenlose Demo, die Seite zeigt aber zuerst eine Preistabelle. Nach der Anpassung sinkt die Rate auf 45 Prozent.
Häufige Fragen zu Bounce-Rate
Was ist eine gute Bounce-Rate?
Einen allgemeingültigen Wert gibt es nicht. Blogartikel haben oft höhere Werte als Produktseiten. Sinnvoller ist es, Entwicklungen über Zeit und zwischen vergleichbaren Seiten zu beobachten.
Beeinflusst die Bounce-Rate das Google-Ranking?
Google nutzt die Analytics-Bounce-Rate nach eigenen Angaben nicht als Rankingfaktor. Wenn Nutzer aber schnell zur Suche zurückkehren, weil die Seite ihre Frage nicht beantwortet, wirkt sich das indirekt aus.