Brand Awareness
Auch: Markenbekanntheit, Bekanntheitsgrad
Kurz erklärt
Brand Awareness bezeichnet die Markenbekanntheit, also wie viele Menschen einer Zielgruppe eine Marke kennen und wiedererkennen. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein Anbieter bei einer Kaufentscheidung überhaupt in Betracht gezogen wird.
Was bedeutet Brand Awareness?
Die Marktforschung unterscheidet zwischen gestützter Bekanntheit (Recognition), bei der Befragte eine Marke aus einer Liste wiedererkennen, und ungestützter Bekanntheit (Recall), bei der sie ihnen spontan einfällt. Die höchste Stufe ist Top of Mind: die Marke, die als erste genannt wird. Bekanntheit entsteht durch wiederholte, konsistente Kontakte mit einer Marke über viele Kanäle, von der Messe über Fachartikel bis zu Social Media und KI-Antworten.
Warum ist das im B2B wichtig?
Im B2B wird ein großer Teil der Recherche erledigt, bevor ein Anbieter kontaktiert wird. Wer dann nicht bekannt ist, landet nicht auf der Liste. Zunehmend fragen Einkäufer auch ChatGPT oder Perplexity nach passenden Anbietern. Auch dort werden bevorzugt Marken genannt, über die viel und konsistent geschrieben wird.
Beispiel aus der Praxis
Ein Hersteller von Industrietüren ist technisch führend, aber regional kaum bekannt. Über ein Jahr kombiniert er Fachbeiträge, LinkedIn-Präsenz, Messeauftritte und ein einheitliches Corporate Design. In einer Befragung nennen deutlich mehr Architekten die Marke ungestützt.
Häufige Fragen zu Brand Awareness
Wie misst man Brand Awareness?
Über Befragungen der Zielgruppe, das Suchvolumen nach dem Markennamen, direkte Websitebesuche, Erwähnungen in Medien und Social Media sowie über die Frage, wie oft KI-Systeme die Marke nennen.
Lohnt sich Markenbekanntheit im B2B?
Ja. Bekannte Anbieter werden häufiger angefragt, können höhere Preise durchsetzen und gewinnen leichter Fachkräfte. Bekanntheit senkt zudem die Kosten späterer Vertriebsmaßnahmen.