Gestaltungsraster
Auch: Grid, Layoutraster, Satzspiegel, Grid-System
Kurz erklärt
Ein Gestaltungsraster ist ein unsichtbares Gitter aus Spalten, Zeilen und Abständen, an dem Texte, Bilder und Elemente ausgerichtet werden. Es sorgt für Ordnung, Lesbarkeit und Wiedererkennbarkeit über viele Seiten und Medien hinweg.
Was bedeutet Gestaltungsraster?
Raster haben ihren Ursprung in der Buch- und Zeitungsgestaltung und wurden durch die Schweizer Typografie der 1950er-Jahre systematisiert. Ein Raster definiert Seitenränder, Spaltenzahl, Spaltenabstände und oft eine Grundlinie, an der sich Textzeilen ausrichten. Im Webdesign sind flexible Raster mit zwölf Spalten verbreitet, die sich an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen. Ein gutes Raster lässt Spielraum für Abwechslung und gibt trotzdem eine klare Struktur vor.
Warum ist das im B2B wichtig?
In Katalogen, Broschüren und auf Websites mit vielen Seiten verhindert ein Raster Chaos. Es beschleunigt die Gestaltung, erleichtert die Arbeit mit Vorlagen und sorgt dafür, dass auch Inhalte verschiedener Autoren einheitlich wirken.
Beispiel aus der Praxis
Ein 200-seitiger Produktkatalog basiert auf einem Sechs-Spalten-Raster. Produktbilder belegen vier Spalten, technische Daten zwei. So entsteht trotz vieler Produktvarianten ein ruhiges, konsistentes Bild.
Häufige Fragen zu Gestaltungsraster
Wie viele Spalten sollte ein Raster haben?
Das hängt vom Medium ab. Zwölf Spalten sind im Web üblich, weil sie sich in Halbe, Drittel und Viertel teilen lassen. Im Print sind oft vier bis sechs Spalten praktisch.
Gehört das Raster ins Corporate Design?
Ja, bei vielen Unternehmen ist ein Rastersystem Teil der Brand Guidelines, damit Anzeigen, Broschüren und Präsentationen einheitlich aufgebaut sind.